Regisseur: Martin McDonagh
Mit Kerry Condon, Colin Farell, Brentano Gleeson, Barry Keoghan und.a.

Als Pádraics bester Freund Colm ihm eines Tages plötzlich die lebenslange Freundschaft kündigt, bricht für ihn so ziemlich die Welt zusammen. Plötzlich muss er in Frage stellen, wer er eigentlich ist, wie er auf andere wirkt, und ob alles, woran er geglaubt hat, nicht richtig ist. Verzweifelt versucht er die Beweggründe seines Freundes zu verstehen und ihn zurückzugewinnen, doch Colm bleibt standhaft in seiner Entscheidung. Um das zu verdeutlichen, droht er sogar, sich jedes Mal, wenn Pádraic ihn belästigt, einen Finger abzuschneiden- und das obwohl er eigentlich seine Zeit ab jetzt dem Geigenspiel widmen will. Als sogar Pádraics Schwester die kleine Insel verlässt und sein geliebter Esel Jenny durch einen Unfall, an dem Colm beteiligt ist, stirbt, schwört der verzweifelte Mann seinem ehemaligen Freund eine Blutfehde, die in ihrer Intensität der vergangenen Freundschaft um nichts nachstehen soll.
Mit bitterem Humor, tragischer Musik und inmitten wunderschöner Landschaft erzählt Regisseur Martin McDonagh über das Leben abseits des Krieges, über die Tristesse des einfachen Lebens und ungewisse Zukunft in der scheinbar so vorhersehbaren kleinbäuerlichen Welt des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Colin Farell und Brendan Gleesom endlich einmal wieder gemeinsam spielen zu sehen, ist ein Fest.
RIP Jenny. Du warst wundervoll.
9.5/10
Bechdel-Test: aber ganz ganz knapp bestanden
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