Last Days (2005)

Regisseur: Gus Van Sant
Mit Asia Argento, Michael Pitt, Lukas Haas u.a.

Inspiriert von den letzten Tagen Kurt Cobains zeigt Last Days die letzten Tage des Musikers Blake (Michael Pitt), der gemeinsam mit einigen Freund:innen in einem alten, heruntergekommenen Herrenhaus lebt. Es gibt kein lineares Narrativ, sondern Blakes stille Getriebenheit zwischen Rausch und psychischer Krankheit auf der einen, das Leben der übrigen Hausbewohner:innen auf der anderenSeite. Und auch diese laufen nicht parallel sonder abwechselnd, die Zeit wird vor und zurück gedreht, bis man selbst nicht mehr weiß, wie viele Tage vergangen sind- eine hervorragende filmische Repräsentation des Inhaltes. Niemand hat Blake je gesehen, niemand weiß, was er treibt- und wenn sie Ihn doch einmal treffen, dann nur, um Ansprüche zu stellen: gib mir Geld, kümmer dich, tu dies, tu das, streng dich an, lass uns nicht hängen.
In vielen langen Shots wird die Eisamkeit inmitten von Menschen fühlbar.
Aber Last Days ist auch ein Film über Musik- und so gibt es eine fantastische Szene mit Velvet Undergrounds Venus in Furs, das entstehen eines Songs in einem einzigen langen Zoom, und eine traurige Ballade, extra für den Film geschrieben, die klingt, als hätte Kurt Cobain sie selbst geschrieben haben können.

7/10
Bechdel-Test: negativ

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten