
Regisseur: Götz Spielmann
Mit Irina Potapenko, Johannes Krisch u.a.
Der Kleinkriminelle Alex wünscht sich ein besseres Leben für sich und seine Freundin Tamara, die als Prostituierte in dem Wiener Bordell arbeitet, in dem Alex als Hausmeister aushilft. Ein Banküberfall soll das nötige Startkapital für ein neues Leben liefern, doch durch eine unglückliche Verkettung von Zufällen wird Tamara dabei tödlich verletzt.
Alex taucht bei seinem Großvater auf dem Land unter- in nächster Nachbarschaft zu dem Polizisten, der Tamaras Tod zu verantworten hat. Getrieben von Trauer, Schuld und Wut beschließt er, sich zu rächen.
Revanche besticht durch seinen harten Realismus und handwerkliches Geschick. Das Sounddesign ist dermaßen gut, dass mir erst nach einem Drittel des Filmes die komplette Abwesenheit eines Scores aufgefallen ist. Das Szenenbild ist wunderschön, viel natürliches Licht; viele tolle Szenen mit stiller Kamera, in denen sich die Charaktere in das Bild hinein und aus dem Bild hinaus bewegen, bildlich gekettet an ihre Umstände.
Die Nominierung zum Oscar Bester Fremdsprachiger Film war absolut verdient- denn all das schafft er, ohne österreichisch lächerlich wirken zu lassen, die vielleicht beeindruckendste Leistung dieses Filmes.
7.5/10
Bechdel-Test: definitiv durchgefallen
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