
Regisseur: Jeremy Saulnier
Mit Amy Hargreaves, Macon Blair, Devin Rattay u.a.
Nach dem brutalen Mord an seinen Eltern steht Dwights Leben still. Verwahrlost haust er in seinem heruntergekommenen Auto, lebt vom Pfandsammeln und bricht zum Duschen in Häuser ein. Doch plötzlich durchbricht eine Nachricht seine Routine: der Mörder seiner Eltern wird aus dem Gefängnis entlassen. Und Dwight rächt sich, noch am selben Tag.
Doch anstatt die Polizei einzuschalten, nimmt die Familie des Mörders ihrerseits Dwights Fährte auf. Eine blutige Jagd beginnt, in der es nur Verlierer geben kann.
Entgegen der etablieren Tropes des Genres entpuppt sich der Rächer nicht als kaltblütiger Killer mit Armeevergangengeit- Dwight ist ein Durchschnittstyp ohne Waffenerfahrung, ohne Taktik, einfach nur ein Mann, der die Ungerechtigkeit der Welt nicht hinnehmen will. Und das macht ihn besonders, macht ihn real und glaubwürdig.
Blue Ruin beginnt ganz ruhig und langsam, in dem ersten 20 Minuten spricht der Protagonist kaum ein Wort. Doch nach und nach kommen die Steine ins Rollen, uns der Film entwickelt sich zu einem erbarmungslosen Thriller mit düsterem Score, der bis zuletzt fesselt.
8.5/10
Bechdel-Test: durchgefallen
Hinterlasse einen Kommentar