Free Fire (2016)

Regisseur: Ben Wheatley

Mit Brie Larson, Cilian Murphy, Sharlto Copley u.a.

Boston in den 1970ern: eine Gruppe Abgesandter der IRA ist in der Stadt, um auf dem Schwarzmarkt Waffen für den Befreiungskampf zu organisieren.
Der Deal scheint in trockenen Tüchern: Geld und Ware werden getauscht- doch gerade, als alle ihrer Wege gehen wollen, stellt einer der Waffenhämdler fest, dass er einen der Iren vom Vorabend kennt. Und die Umstände waren keine schönen.
Was als Streit beginnt, eskaliert schnell zu Waffengewalt und plötzlich stehen sich die zwei Handelsparteien in einer tödlichen Auseinandersetzung gegenüber. Als dann noch ein unbekannter Dritter auftaucht, der es scheinbar auf alle Anwesenden abgesehen hat, ist das Chaos perfekt.

Free Fire ist eine schwarze Komödie der Extraklasse. Die Gefahr ist real und nie zu unterschätzen, doch alle Beteiligten sind derart abgeklärte Kriminelle, dass es einfach zu ein paar lockeren Sprüchen und irrsinnigen Plänen kommen muss.

Die Handlung ist eher minimalistisch, viel mehr fokussiert sich der Film auf die stetig sich wandelnden Loyalitäten der Charaktere, studiert ihre Anpassungsfähigkeit an das Unvorhergesehene, und welche Motivation -Idealismus, Opportunismus, das blanke Überleben- schließlich siegen mag.
Dabei bleibt er trotz des singulären Sets, das hervorragend kreativ verwendet wird, unvorhersehbar und spannend bis zuletzt.
Eine absolute Empfehlung für Freunde der gepflegten Gewalt.

8/10
Bechdel-Test: durchgefallen

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