Regisseure: Josh u Benny Safdie
Mit Jennifer Jason Leigh, Robert Pattinson, Benny Safdie u.a.
Connie, ein Kleinkrimineller mit einer beschissenen Familie und wenig Perspektive, würde für seinen Bruder so ziemlich alles tun. Und so zerrt er seinen Bruder Nick direkt aus dem Psychologengespräch, das den Umfang seiner geistigen Behinderung feststellen soll, in einen Banküberfall, mit dessen Profit Connie den beiden endlich ein besseres Leben zu ermöglichen hofft.
Doch der Plan geht schief, und Nick endet in Polizeigewahrsam.
Verzweifelt versucht Connie, seinen Bruder zu befreien. Koste es, was es wolle.
Was folgt ist eine Nacht irrsinniger Abenteuer und Verbrechen, in der Connie von einem Unglück ins nächste rennt und kaum eine Verschnaufpause bekommt.
Robert Pattinson brilliert in seiner Rolle als einfallsreicher, lügengewandter und dennoch von echter Liebe und Sorge motivierter älterer Bruder.
Getrieben von einem energetischen elektronischen Score und mit stimmungsvoller Cinematographie wird man eingesaugt in die rastlose Nacht, bleibt bald genauso atemlos zurück wie die Charaktere.
Und an den Rändern der Handlung schwingt ein kritischer Kommentar auf den gesellschaftlichen Umgang mit geistiger Behinderung mit, über das Ernstnehmen und Entmündigen, zu hohe und zu niedrige Erwartungen.
Ein intensives Erlebnis, das einem sicher nicht so schnell aus dem Kopf geht.
9/10
Bechdel-Test: nicht bestanden

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