Bacurau (2019)



Regisseure: Kleber Mendoza Filho & Juliano Dornelles
Mit Barbara Colen, Thomás Aquino, Sônia Braga, Udo Kier u.a.

Nach dem Tod der Matriarchin ist der Ort Bacurau in Trauer. Von weit und fern zieht es die Familie in den brasilianischen Urwald, um Abschied zu nehmen von einer Frau, die Generationen prägte.
Die Gegend ist ohnehin schon in Aufruhr: in der Nähe wurde ein Staudamm gebaut, der die Wasserversorgung des Ortes abschneidet, und eine lokale Rebellenorganisation hat sich gegründet, mit der Absicht, die Wasserblockade zur Not mit Waffengewalt zu beenden.
Aufgrund der gefährlichen Lage werden die Zufahrtsstraßen blockiert, auch die Lebensmittelversorgung wird schwierig.
Und eines Tages verschwindet Bacurau einfach von der Landkarte- nicht im sprichwörtlichen, sondern ganz konkreten Sinn, ist der Ort plötzlich auf keinem Satellitenbild mehr zu finden.
Und als zwei mysteriöse Fremde auftauchen, und in der Umgebung von Bacurau mehr und mehr Menschen ermordet werden, zieht sich die Schlinge um die verbliebenen Bevölkerung erbarmungslos zu.
Doch so einfach geben sie nicht auf.

Bacurau ist ganz und gar nicht der Film, den man nach den ersten zwanzig Minuten erwartet. Statt eines Personendramas mit politischen Untertönen bekommt man einen brutalen Thriller vorgesetzt, der vor schockierenden Bildern nicht zurückschreckt.
Die Filmarbeit selbst ist solide und liefert gute Bilder, nur der Edit ist stellenweise gewöhnungsbedürftig low budget.
Die musikalische Untermalung schwankt zwischen klassisch brasilianischer Gitarrenmusik und Electronica, eine treffende Charakterisation der Konfliktparteien.
Alles in allem endlich mal wieder ein Film, der mich ehrlich überrascht hat.

8.5/10
Bechdel-Test: bestanden

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