Regisseur: Max Winkler
Mit Jessica Barden, Charlie Hunnam, Jack O’Connell u.a.
Die Brüder Stanley und Lion Kaminsky führen kein einfaches Leben. Lion ist Boxer und Stan sein Manager, doch seit sie aus dem Profisport verbannt wurden, müssen illegale Hinterhofturniere herhalten, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.
Nachdem ein verlorender Kampf die beiden in Schulden bei einem lokalen Boss stürzt, macht dieser ihnen ein Angebot, das sie kaum ablehnen können: Ein großer Kampf in San Francisco. Echtes Preisgeld. Und für Lion vielleicht sogar ein Weg zurück in den Profisport.
Sogar ein Auto und Reisegeld werden ihnen gestellt, um die Reise einmal quer durchs Land zu bewältigen.
Als einzige Bedinung müssen sie einwilligen, Sky mitzunehmen, eine junge Frau, angeblich Freundin der Familie, die eine Mitfahrgelegenheit mit nach Hause braucht.
Doch Sky hat ein Geheimnis.
Bald herrscht Unruhe in dem ungleichen Trio. Sky versucht die Brüder gegeneinander aufzubringen, das Auto geht kaputt und das Geld aus, und am Ende finden sie sich mitten in den Privatangelegenheiten eines gefährlichen Menschenhändlers.
Schwere Entscheidungen müssen getroffen werden, die die Zukunft des Trios für immer ändern können.
Das alles mag nach actionreichem Roadmovie klingen, doch Jungleland ist vor allem ein Drama. Eine intime Betrachtung dreier kaputter Menschen mit kaputten Leben, deren verzweifelte Entscheidungen zwischen kleineren und größeren Übeln sie immer mehr in den Abgrund ziehen. Wunderschön inszeniert und sanft instumentiert, mit wirklich unglaublich starken Leistungen aller drei Protagonist:innen ist Jungleland ein Film der nahegeht, und den man nicht so schnell vergisst.
8/10
Bechdel-Test: leider knapp verfehlt

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