Mysterious Skin (2004)

CW: sexueller Missbrauch an Minderjährigen, Vergewaltigung

Regisseur: Gregg Araki
Mit Michelle Trachtenberg, Joseph Gordon-Levitt, Brady Corbet u.a.

Zwei Jungen- einer kann nicht vergessen. Der andere kann sich nicht erinnern.

Neil und Brian haben nicht viel gemeinsam, außer einer alleinerziehenden Mutter und der Tatsache, dass sie als Kinder kurz in der gleichen Baseballmannschaft waren. Und dennoch verbindet sie mehr, als zwei Kinder je verbinden sollte.

Neil wird als Zehnjähriger von seinem Baseballcoach missbraucht. Von der Erinnerung verfolgt stürzt er sich frühestmoglich in eine hypersexualisierte Welt von namenlosen one-night-stands und Sexarbeit, als würde er versuchen, die Erinnerung mit so vielen Erfahrungen wie möglich zu überdecken.

Brian verliert als Zehnjähriger die Erinnerung an neun Stunden seines Lebens. Nach und nach ist er sich sicher, dass nur eines hinter seinen regelmäßigen Ohnmachten, dem Nasenbluten, den Erinnerungslücken stecken kann: Er wurde von Aliens entführt. Und irgendwie ist Neil damit verbunden. Brian begibt sich auf die Suche.

Als junge Erwachsene treffen sich Neil und Brian schließlich wieder, und die ganze schreckliche Wahrheit kommt ans Licht.

Mysterious Skin ist ein emotional aufrüttelnder Film, der immer, wenn man glaubt, man hätte das Schlimmste  überstanden, noch einmal nachlegt.
Um die Handlung herum ist er handwerklich fantastisch,  Kostüm und Kameraoptik sind perfekt angepasst an die Dekaden, die der Film umspannt, die Cinematographie ist konträr zur Handlung unaufgeregt, schafft ruhige Oasen dort, wo das Gehirn kaum hinterherkommt.

Ein wichtiger, schockierender Film- und vermutlich einer, bei dem ein mal schauen absolut ausreicht.

8/10
Bechdel-Test: nicht bestanden

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