Pariah (2011)

Pariah (2011)

Regisseurin: Dee Rees
Mit Adepero Oduye, Pernell Walker, Aasha Davis u.a.

Die siebzehnjährige Alike (genannt Lee) navigiert mit größter Mühe das Mienenfeld der Pubertät. Zwischen der streng gläubigen Mutter, dem viel arbeitenden Vater und einer naseweisen kleinen Schwester schon schwer genug- zumal sie in der Schule als Außenseiterin gilt. Doch Lee ist lesbisch, eine Tatsache, die nur ihrer besten Freundin Laura bekannt ist. Mit ihr verbringt Lee die Samstagabende im lokalen lesbischen Club; doch auch hier, zwischen der offen gelebten Sexualität, fühlt sich die noch jungfräuliche Lee nicht zugehörig.
In Bina, deren Frendschaft ihr die Mutter aufdrängt, scheint sie endlich eine Leidensgenossin zu finden. Doch auch Bina ist nicht geoutet- und auch nicht bereit,  es zu werden.

Pariah ist eine Art Moonlight für Mädchen: ein coming of age Film über Schwarze Teenager, den Drahtseilakt zwischen Familie, Genderrollen und Authentizität.
Transzendente Neonszenen und kühle Realität wechseln sich stimmungsvoll ab, der Score ist treffend gewählt und die Kamera stets in beinahe liebevoller Nähe.

8.5/ 10
Bechdel-Test: gar keine Frage, hervorragend bestanden

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